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Risikomanagement

Risk-Reward Ratio: So berechnest du dein Chancen-Risiko-Verhältnis

Die Formel, ein Rechenbeispiel und warum ein RRR von 2:1 langfristig über Gewinn und Verlust entscheidet.

5 Min. Lesezeit22. September 2026

Das Risk-Reward-Verhältnis (RRR, auf Deutsch Chancen-Risiko-Verhältnis) ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Trading. Sie beantwortet eine einfache Frage: Wie viel Geld setze ich im schlimmsten Fall ein, und wie viel kann ich im besten Fall gewinnen? Wer diese Zahl nicht kennt, handelt blind — egal wie gut die Analyse war.

Die Formel

Das Risk-Reward-Verhältnis berechnet sich aus drei Preisen:

  • Entry — dein geplanter Einstiegspreis.
  • Stop-Loss — die Preisgrenze, bei der die Idee widerlegt ist.
  • Take-Profit — dein Zielkurs.

Daraus ergeben sich zwei Werte:

Risiko = Entry − Stop-Loss
Chance = Take-Profit − Entry

Das Verhältnis ist dann:

RRR = Chance / Risiko

Liegt das Ergebnis bei 2, spricht man von einem RRR von 2:1 — du riskierst 1 Einheit, um 2 Einheiten zu gewinnen.

Ein konkretes Rechenbeispiel

Angenommen, du planst einen Trade mit folgenden Niveaus:

  • Entry: 100 €
  • Stop-Loss: 95 €
  • Take-Profit: 110 €

Risiko = 100 − 95 = 5 €
Chance = 110 − 100 = 10 €
RRR = 10 / 5 = 2:1

Du riskierst also 5 €, um 10 € zu gewinnen. Selbst wenn du nur bei jedem zweiten Trade recht hast, bleibt das System langfristig profitabel — solange die Struktur der Trades erhalten bleibt.

Warum 2:1 als Richtwert gilt

Ein RRR von 2:1 ist kein Gesetz, aber ein bewährter Richtwert. Er bricht den Zusammenhang zwischen Trefferquote und Profitabilität auf: Mit einem RRR von 2:1 reicht eine Trefferquote von rund 34 %, um nicht zu verlieren. Alles darüber wird Gewinn. Je höher das RRR, desto mehr Fehler verzeiht das System.

Ein RRR von 1:1 hingegen verlangt eine Trefferquote von über 50 % nur, um auf null zu stehen — und das ist selbst für erfahrene Trader schwer über lange Zeiträume zu halten.

Was passiert bei kurzen Stop-Loss?

Ein enger Stop-Loss verbessert das RRR rechnerisch, erhöht aber die Gefahr, dass der Markt dich herausschaukelt, bevor der Trade läuft. Ein zu weiter Stop schützt das RRR nicht. Die Kunst besteht darin, den Stop an eine strukturale Stelle zu legen — dort, wo die Trade-Idee tatsächlich hinfällig wird, z. B. unter einem Support oder unter dem letzten Tiefpunkt.

So hilft dir TradeScope dabei

Anstatt Entry, Stop und Ziel manuell in den Taschenrechner einzutippen, liefert die KI-Analyse von TradeScope diese Werte direkt aus deinem Chartbild: Sie erkennt Support und Widerstand, schlägt ein Entry-Niveau vor und berechnet Stop-Loss und Take-Profit im Kontext des Musters — samt des fertigen Risk-Reward-Verhältnisses. So siehst du sofort, ob sich ein Trade lohnt, bevor du Risiko eingehst.

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